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Sankt Martin – Eine berühmte Persönlichkeit

Leben und Heiligenlegende

Am 11. November eines jeden Jahres begeht die katholische Kirche den Gedenktag des heiligen Martin von Tours.

Wer war Sankt Martin? - Heiligenlegende

Der heilige Martin und der Bettler, El Greco (um 1597–1599)Martin(us) wurde im Jahre 310 oder 316 in Stein am Anger (damals Sabaria) in Ungarn als Sohn eines römischen Kriegstribuns geboren. Seine Jugend verbrachte Martin in Pavia, welche die Heimat seines Vaters war und wo er erstmals mit dem Christentum in Kontakt kam. So ließ er sich im Alter von 10 Jahren unter die Katechumenen (Taufanwärter) aufnehmen. Nach Aufforderung seines Vaters kam er mit 15 Jahren zur Reiterei und wurde bald darauf zum Offizier ernannt und in seiner Abteilung nach Frankreich beordert.

Dort lebte er sehr demütig und nur mit wenig ausgestattet. Soviel Martin konnte, gab er den Armen. Bei Amiens begegnete ihm dann der Legende nach ein fast nackt vor Kälte zitternder Bettler, dem er aus Mitleid die Hälfte seines Mantels schenkte. Mit genau diesem Mantel bekleidet, erschien ihm in der folgenden Nacht Jesus Christus und hörte wie dieser zu seinen Engeln sagte:

Seht, das ist der noch nicht getaufte Katechumen Martin, der hat mir den Mantel geschenkt und die Liebestat vollbracht.

Im Alter von 18 Jahren empfing Martin schließlich die Taufe. Als er aus dem Militärdienst ausgeschieden war, begab er sich zum heiligen Bischof Hilarius nach Poitiers und wurde dort Exorzist. Nach dem Tod des Bischofs von Tours wurde Sankt Martin zu seinem Nachfolger erwählt, wenn auch nicht ganz freiwillig. So versteckte er sich, weil er dieses Amt nicht antreten mochte. Der Legende nach wurde sein Versteck durch das Geschnatter von Gänsen gefunden, weshalb die Gans auch als eines seiner Heiligenattribute gilt.

Der Brauch der Martinsgans wird aber damit in Verbindung gebracht, dass die Geistlichkeit ihre Zinsen an Hühnern und Gänsen an diesem Tag empfing. Als Bischof gründete er vor den Stadttoren von Tours ein Kloster, wo er lebte und welches schnell auf 80 Mönche anwuchs. Am 11. November des Jahres 400 starb er und sein Todestag ist auch sein Gedenktag geworden.

Quellen: