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Die Martinsgans

Herkunft, Bedeutung und Rezept

Woher kommt die Tradition der Martinsgans?

Martinsgans: www.oldskoolman.deAls sich der heilige Martin versteckte, um nicht zum Bischof geweiht zu werden, verriet ihn der Legende nach das Geschnatter von Gänsen. Aus diesem Grund gilt die Gans als eines seiner Heiligenattribute und es hat sich der Brauch entwickelt an diesem Tag ein Gänseessen zu veranstalten.

Allerdings wird der Brauch der Martinsgans auch damit in Verbindung gebracht, dass die Geistlichkeit ihre Zinsen an Hühnern und Gänsen an diesem Tag empfing. Ebenfalls wechselten am Ende des bäuerlichen Jahres auch oft die Mägde und Knechte ihre Arbeitsstellen und wurden von ihren Gutsherren meistens mit einer Gans zum Abschied beschenkt. Schließlich kamen als letztem Festmahl vor der langen vorweihnachtlichen 40-tägigen Fastenzeit, die früher nach Sankt Martin begann, in vielen Familien die schlachtreifen Gänse auf den Tisch.

Eine kreative Alternative zum Gänsebraten ist übrigens, passend zum Martinstage eine Gans-Laterne zu basteln. Denn auch Laternenumzüge haben an dem Tag Tradition. Wir halten eine tolle Anleitung zum Basteln bereit!

Wie wird eine Martinsgans zubereitet?

Zutaten:

  • 1 Gans (küchenfertig)
  • 250 g Backpflaumen (vorher einweichen)
  • 500 g Äpfel
  • 2 EL Zucker
  • 5 EL Brot (trockenes geriebenes Vollkornbrot)
  • 2 cl Weinbrand oder Cognac
  • Zimt
  • 4 EL Sahne
  • 1 EL Mehl
  • 3 EL Apfelmus
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:

  1. Zuerst wird die Gans sorgfältig gewaschen und getrocknet. Anschließend wird sie von innen gesalzen. Jetzt werden die eingeweichten Trockenpflaumen entkernt und mit den geschälten und zerkleinerten Äpfeln vermischt. Dann wird Zucker, geriebenem Vollkornbrot, Zimt und Weinbrand hinzu getan und abgeschmeckt.
  2. Nun wird die Gans mit dieser Mischung gefüllt und an der offenen Seite zugenäht.
  3. Vor dem Braten geben Sie in die Fettfangschale etwa 3 Tassen Wasser und einen geteilten Apfel. Anschließend legen Sie die gefüllte Gans auf einen Bratrost und schieben alles in den vorgeheizten Ofen auf die unterste Schiene. Bei einer Temperatur von 200° C braten Sie die Gans ca. 3 Stunden langsam und begießen sie gelegentlich mit dem Bratensaft.
  4. Nach der Hälfte der Backzeit stechen Sie einige Male unterhalb der Keule in die Haut, damit das Fett ausbraten kann. Kurz vor Ende der Garzeit (10 Minuten vorher) bestreichen Sie die Gans mit kaltem Salzwasser und braten Sie bei 250° C knusprig.
  5. Zu der in der Fettpfanne befindlichen Tunke geben Sie nun Wasser hinzu. Dann machen Sie unter Beigabe von Sahne und Mehl eine Soße, die Sie mit Apfelmus, Salz und Pfeffer würzen. Das Ganze lassen Sie dann 10 Minuten lang aufkochen lassen, entfernen anschließend die Fäden und tranchieren die Gans.

Tipp: Am Besten servieren Sie jetzt die Gans mit Kartoffel- oder Semmelknödel sowie Rotkohl.

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Quellen: