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Was für ein Fest ist Christi Himmelfahrt?

Alljährlich im Mai wird in der katholischen Kirche das Fest Christi Himmelfahrt gefeiert. Traditionell wird an diesem Tag zudem der Vatertag bzw. Männertag begangen.

Bedeutung

Guariento d'Arpo: Christi Himmelfahrt (1344) An Christi Himmelfahrt (auch als »Erhöhung Christi« bekannt) feiern jedes Jahr die Christen die Rückkehr von Jesus Christus als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Dabei wird das Hochfest Christi Himmelfahrt alljährlich 39 Tage nach dem Ostersonntag begangen. Das ist dann traditionell der Donnerstag nach dem fünften Sonntag nach Ostern bzw. zehn Tage vor dem Pfingstfest, mit dem der Osterfestkreis dann schließlich sein Ende findet.

Herkunft

Der Feiertag leitet sich direkt aus den Schriften des Neuen Testaments ab. Denn schon das Evangelium nach Lukas (24,50-52) und die Apostelgeschichte (1,1-11) berichten vom auferstandenen Jesus, der sich vierzig Tage lang den Jüngern zeigte und anschließend in den Himmel zur Rechten Gottes erhoben wurde. Ebenfalls wird die Himmelfahrt Jesu bei Matthäus 26,64, Johannes 14,1-3, Epheser 4,8-10, 1, Thessalonicher 1,10 und Hebräer 2,9 4,14 erwähnt.

Entwicklung

In den ersten drei Jahrhunderten war es üblich, die Feier der Himmelfahrt Christi mit dem Pfingstfest zusammen zu begehen, aufgrund der engen Verbindung von Auferstehung und Geistsendung. Allerdings entwickelte sich Christi Himmelfahrt im Laufe des 4. Jahrhunderts dann doch zu einem eigenständigen Fest und wird in der Liturgie von Jerusalem seit 383/384 erwähnt (Bericht der Pilgerin Egeria).

Brauchtum an Christi Himmelfahrt

Bild: Garofalo: Himmelfahrt von Jesus Christus (1510-1520)Nach altem Brauch sind die drei Tage vor Christi Himmelfahrt Bitttage, die im 4. Jahrhundert in der römischen Kirche eingeführt wurden und sich dann allmählich ausbreiteten. Papst Gregor der Große hat die Prozessionen um 600 dann weiter ausgestaltet. Im Zuge der Liturgiereform 1969 wurden diese Bittprozessionen in der katholischen Kirche abgeschafft.

Die liturgische Farbe zu diesem Hochfest ist das österliche Weiß als die Farbe des Lichtes (siehe Ostern).

Ein neuerer Brauch an Christi Himmelfahrt ist in Deutschland die Feier des so genannten Vatertages (Männertag). Dieser Volksbrauch hat seine Wurzeln ebenfalls in dem christlichen Feiertag, denn seit vielen Jahrhunderten waren am Himmelfahrtstag auch Flurumgänge und -umritte üblich. Deren Ursprung liegt in der Imitation des Gangs der elf Jünger zum Ölberg zum Zweck ihrer Aussendung bzw. in einer von Papst Leo III. eingeführten Bittprozession (9. Jahrhundert).

Vatertag (Männertag)

»Das Kirchenjahr. Die Feste. Bedeutung, Entstehung, Brauchtum« von Eckhard Bieger bei Vivat!Dass sich nach der Einführung des Muttertages 1908 ein Vatertag entwickelte, erklärt noch nicht, warum dieser an Christi Himmelfahrt gefeiert wird. In der Bibel wird berichtet, dass die Jünger zum Ölberg hinausgegangen waren, um sich von Jesus zu verabschieden, der durch eine Wolke ihren Blicken entzogen wurde. Dieser Männerausflug wird am Himmelfahrtstag fortgeführt.

Wenn Sie einmal dem Ostergeschehen und der Himmelfahrt Jesu nachspüren wollen, so empfehlen wir Ihnen dies anhand der Heiligen Schrift zu tun. Eine Auswahl geeigneter Bücher zur Bibel finden Sie im Vivat!-Shop.

Gute Anregungen für Geschenkideen zum Vatertag bietet übrigens der folgende Beitrag: Geschenke zum Vatertag.

Quellen: