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Fronleichnam – Ein Dankfest für den Herrn

Ursprung – Bedeutung – Brauchtum

Herkunft und Bedeutung

Monstranz - Fronleichnam / Bild: Jan Geldolfs Hoghenzoon: Monstranz (1520), WGAEin wichtiger Feiertag in der römisch-katholischen Kirche ist auch das Hochfest »Fronleichnam« (»Hochfest des Leibes und Blutes Christi«), das am zweiten Donnerstag nach Pfingsten (10 Tage nach Pfingsten) begangen wird. Der Donnerstag als Termin von Fronleichnam knüpft an den Gründonnerstag an, der wegen des stillen Charakters der Karwoche keine größere Feierlichkeit erlaubt.

Deshalb wurde dieses Fest an das Ende der österlichen Zeit gelegt. Fronleichnam ist das große Dankfest für die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes. Der Name »Fronleichnam« kommt vom Althochdeutschen »fron« (Herr) und »lichnam« (Leib), was auf die Elemente der Eucharistie verweist. Papst Urban IV. führte im Jahr 1264 das Fest in der Folge des Blutwunders von Bolsena für die gesamte römisch-katholische Kirche ein und Papst Johannes XXII. legte 1317 den Donnerstag als Festtag fest.

Brauchtum an Fronleichnam

Zu Fronleichnam gehört als alter Brauch die sogenannte Fronleichnamsprozession, bei der Jesus Christus in Gestalt der geweihten Hostie feierlich in einer Monstranz, begleitet von Gebeten und Gesängen der Gläubigen, durch die Straßen getragen wird. An vier im Freien aufgebauten Altären werden Fürbitten gebetet und der Priester verteilt jeweils den Segen mit dem Allerheiligsten.

Eine solche Prozession ist seit 1277 in Köln erstmals bezeugt. Eine große Bedeutung erlangte Fronleichnam nach dem Konzil von Trient als eine gegenreformatorische Demonstration der katholischen Auffassung, allein über das Sakrament der Eucharistie zu verfügen. Die liturgische Farbe zu Fronleichnam ist das österliche Weiß als Farbe des Lichts und der Reinheit.

Quellen: