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Brauchtum an Pfingsten

Auch zum Pfingstfest hat sich über die Jahrhunderte hinweg der eine oder andere Brauch entwickelt.

Brauchtum an Pfingsten

  • Ringstechen: Ein altes Reiterspiel für Kinder an Pfingsten ist das so genannte Ringstechen. Dazu befestigen diese einen Ring an einem Baummast. Dann versuchen die einzelnen Mitspieler einen Stab während des Laufens durch den Ring zu werfen. Wer am Ende die meisten Treffer hat, ist Sieger und wird Pfingstkönig.
  • Pfingstbuschen: Bei diesem Brauch überraschen die Eltern ihre Kinder zu Pfingsten mit einem schönen Pfingstbuschen. Hierzu nehmen sie einen frischen Birkenzweig sowie ein weißes Geschenkband und binden an letzteres mehrere gebackene Teigtauben. Mittels einiger bunter Schleifen können die Buschen zusätzlich verziert werden.
  • Oft werden zu Pfingsten auch Ausflüge, Prozessionen, Pfingstspiele oder mancherorts ein Pfingstfeuer veranstaltet.
  • Dreckschweinfest: Einer der ältesten erhaltenen Pfingstbräuche ist das »Dreckschweinfest« im Mansfelder Grund des Mansfelder Landes, das bereits auf das Jahr 1620 datiert wird und auf vorchristliche Zeiten zurückgeht. Dieser Brauch beinhaltet die Vertreibung des Winters und den Sieg des Sommers über den Winter.
  • Maimann (Laubmann): In etlichen Regionen Deutschlands (hauptsächlich zwischen Siegerland und Thüringen) gibt es den Brauch vom Maimann, welcher in einigen wenigen Orten im Taunus auch als Laubmann bekannt ist. Dabei wird eine Person in Laub eingebunden, von der niemand wissen darf, wer sich unter dem Laubkleid versteckt. Im Anschluss daran marschiert der Maimann (Laubmann) unter Begleitung aller Dorf-Jugendlichen durch das Dorf und sammelt von den Dorfbewohnern seinen Tribut in Form von Wurst, Eiern und Speck ein.

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Quelle:

  • Abeln, Reinhard / Harper, Ursula: Das große Kinderbuch zum Kirchenjahr; Leipzig 2010, 64f.
  • Bild: El Greco: Pfingsten (1596-1600), WGA