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Das Osterfest – Entstehung & Bedeutung

Hintergründe und Entwicklung von Ostern

Was bedeutet das Osterfest?

Das Osterfest (lateinisch »pascha«, von hebräisch »pessach«) ist die höchste christliche Festlichkeit im Jahr, an welcher der Auferstehung Jesu Christi in besonderer Weise gedacht wird. Der Name »Ostern« ist nicht genau geklärt. Vermutlich leitet er sich vom gallo-fränkischen »Austrō« (»Ausro«) für »Morgenröte« ab, welches an den Ostermorgen erinnern könnte oder aber an ein heidnisches Frühlingsfest.

Dieses Wort hat sich dann im Altenglischen zu »Ēostre« (»Ēastre«), im Althochdeutschen zu »ōst(a)ra« fortgebildet. Eine weitere Herkunftsmöglichkeit liegt beim alten germanischen »aus-tra« (= mit/bei dem Schöpfen von Wasser) und könnte eine Beziehung zur christlichen Tauffeier in der Osternacht haben.

Wie wird der Ostertermin ermittelt?

Nach altem Brauch fällt Ostern immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond (nach gregorianischem Kalender frühestens der 22. März und spätestens der 25. April), was auf dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 endgültig festgelegt wurde. Den Vollmond deutet der hl. Ambrosius von Mailand (339-397) als ein Symbol für die Fülle der göttlichen Liebe.

Das Osterfest orientiert sich am Termin des jüdischen Pessachfestes, weil sich laut Neuem Testament an jenem auch die Heils-Ereignisse (Kreuzigung und Auferstehung) zugetragen haben sollen. Neben den jüdischen Wurzeln des Osterfestes gibt es vermutlich auch einige heidnische Einflüsse (bspw. Phryger) aus den Fruchtbarkeitsfesten, die im Frühjahr begangen wurden.

Wie entwickelte sich das Osterfest?

Auferstehung von Jesus Christus Seinen Ursprung hat das christliche Osterfest hauptsächlich in eben jenem jüdischen Pessachfest, welches die Juden alljährlich am 14. Tag des jüdischen Frühlingsmonats Nisan feiern. 
Die Urchristen feierten in der Osternacht die Auferstehung Jesu und die Rettung der Menschen vor dem Tod.
Laut den Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas wurde Jesus am Haupttag des Pessachfestes gekreuzigt, im Johannesevangelium starb er zu der Zeit, als die Pessachlämmer geschlachtet wurden. Auch beim Abendmahl wurden im Urchristentum Elemente des jüdischen Seder-Mahls eingebunden.

In der Osterliturgie wird der Bezug zum jüdischen Pessachfest besonders deutlich: es wird aus dem 2. Buch Mose ein Text zum Auszug der Israeliten aus Ägypten gelesen, die Osterkerze beim Einzug des Priesters in die dunkle Kirche symbolisiert die Feuersäule, die den Israeliten in der Nacht den Weg wies, und im Osterlob (lat. Exsultet) wird vom wahren Lamm gesungen, dessen Blut das Volk vor Tod und Verderben bewahrt.

In der frühen Kirche begingen die Christen Ostern als Einheit von Leid / Tod Jesu am Kreuz und seiner Auferstehung. Erst seit dem 4. Jahrhundert erweiterte man das Osterfest auf drei Tage, dem so genannten »Triduum Paschale« (Gründonnerstagabend bis Ostersonntag). Aus diesem entwickelte sich im Mittelalter ein eigenes Ostertriduum (Ostersonntag-Osterdienstag), was später aber wieder an Bedeutung verlor.

Die österliche Freudenzeit beginnt mit dem Ostermorgen und endet 50 Tage später mit Pfingsten (»pentekostē« → der fünfzigste Tag). Die ersten acht Tage nach Ostern (einschließlich Ostersonntag) bilden die so genannte Osteroktav, eine achttägige Festwoche (jeder Tag ist ein Hochfest).

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Quellen: