Ein Unternehmen der Kirche.

Der Emmaus-Gang – unterwegs mit dem Herrn

Dem Auferstandenen begegnen

Der Emmaus-Gang oder Emmausgang oder das Emmauspilgern ist eine Art besinnlicher Spaziergang, der verbreitet von christlichen Gruppen am Ostermontag unternommen wird. Oft brechen die Gruppen bereits am frühen Morgen des Ostermontags zum Emmausgang auf. Mancherorts macht man sich erst am Nachmittag auf den Weg in die Natur -  meist mit einer Kirche oder Kapelle als Ziel.

Mit diesem Pilgerweg beziehen sich die Gläubigen auf den Weg der enttäuschten Jünger von Jerusalem nach Emmaus, auf dem sie Jesus - zunächst unerkannt - als Auferstandener begleitet hat. Erst am Ende des Weges gehen den Jüngern die Augen auf und sie erkennen ihn. Diese Erzählung aus dem Lukas-Evangelium  (Lk 24,13-29) ist das Tagesevangelium in der Liturgie und tröstet die Jünger, die den Herrn selbst nicht mehr als Irdischen sondern ihn ausschließlich als Auferstandenen kennen gelernt haben.

Traditionell werden die Christen aufgefordert, den Auferstandenen im Gebet, im Hören auf sein Wort, im Brot brechen (Eucharistie) und in der christlichen Gemeinschaft zu begegnen. Deshalb gehören Schriftlesung, Gebet und häufig auch ein kleines gemeinsames Mahl zum Emmausgang.

Quelle: