Ein Unternehmen der Kirche.

Osterreiten - Ein schöner Brauch

Ursprung und Bedeutung

OsterreitenIn der Osterzeit ist auch das so genannte »Osterreiten« (Kreuzreiten) als ein altes Ritual in manchen Regionen bekannt, bei dem die Auferstehung von Jesus Christus verkündet wird. Seinen Ursprung hat das Osterreiten bei den heidnischen Slawen, die im Frühjahr um ihre Felder ritten, um auf diese Weise eine gute Ernte zu erbitten.
Nach der Bekehrung der Slawen zum Christentum wurde dieser Brauch des Osterreitens von der Kirche übernommen und wird bis heute im katholischen Teil der sorbischen Lausitz (Gebiet zwischen Hoyerswerda, Kamenz und Bautzen) jährlich am Ostersonntag gepflegt.

Ablauf

Angeführt wird die Prozession von den Fahnenträgern, den Trägern der Christusstatue und des Kreuzes. Zuerst versammeln sich die Reiter vor der Kirche und werden vom örtlichen Geistlichen gesegnet und verabschiedet. Anschließend prozessieren die festlich gekleideten Reiter (mit Gehrock und Zylinder, die Pferde sind mit muschel- oder metallbeschlagenem Ostergeschirr und buntbestickten Schleifen verziert) singend in die jeweilige Nachbargemeinde, um dort das Ereignis der Auferstehung bekannt zu machen.

Außerhalb der Ortschaften wird der Rosenkranz oder eine Litanei gebetet. Wenn die Prozession in der Nachbargemeinde angekommen ist, wird die Kirche sowie der Friedhof umrundet. Anschließend beten sie auf dem Friedhof für die Verstorbenen und werden dann bei den Familien des Dorfes verköstigt.

Quellen: