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Speisesegnung & Osterweihkorb

Herkunft und Brauchtum

Ursprung

Osterweihkoerbe - SpeisesegnungZum Osterfest gibt es den uralten Brauch der Segnung von Speisen (auch als »Speisesegnung« bezeichnet). Bereits für das 7. Jahrhundert ist eine solche belegt und in Rom war es ab dem 11. Jahrhundert Sitte, Fleisch (Osterlamm), Milch, Honig, Käse, Butter und Brot zu segnen.

Außerdem gab es seit dem 12. Jahrhundert am päpstlichen Hof bereits eine feste Zeremonie der Nachahmung des letzten Abendmahles (Paschamahles), bei dem das gesegnete Osterlamm verzehrt wurde. Anfangs wurden nur Eier gesegnet. Mit der Zeit kamen auch Schinken, Milchprodukte und Brot hinzu.

Zeitpunkt der Speisesegnung

Traditionell werden die Speisesegnungen (Speisenweihe) entweder in der Osternachtfeier, der Messe am Ostersonntag oder auch in einigen Gegenden bereits am Karsamstag durchgeführt. Dabei ist es Brauch, die gefärbten Ostereier und andere Speisen in einem geschmückten Körbchen (»Weihekorb«) zum Gottesdienst mitzubringen, wo nach dem Hochamt die Speisesegnung stattfindet.

Dieser Osterweihkorb wird gewöhnlich mit einer Weihkorbdecke abgedeckt, in die ein Christussymbol oder ein anderes christliches Symbol eingestickt ist. Darin befinden sich meistens Speisen wie Fleisch, Osterschinken, Salz, Meerrettich, Schnittlauch, Käse, Butter, Wein, Honig, Würste, Obst, Dinkelmehl, Brot, Gebäck uvm.

Brauchtum zum Osterweihkorb

Oft ist mit der Speisesegnung auch ein sich anschließendes Frühstück (den Inhalt des Osterweihekorbes) in der Familie oder eine Agapefeier in der Gemeinde verknüpft.

Quellen: