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Messen: »Engelamt«, »Hirtenamt«, »Menschenamt«

die drei Weihnachtsmessen

Erfahren Sie Wissenswertes über die Entstehung der drei weihnachtlichen Messen sowie über ihre Bedeutung:

Enstehung von »Engelamt«, »Hirtenamt« und »Menschenamt«

Dieser Brauch kam zuerst in Rom auf und weitete sich dann später auf das gesamte Abendland aus. Es handelt sich bei dieser Tradition um drei weihnachtliche Messen:

  • »Engelamt«: Dieses wird um Mitternacht gehalten
  • »Hirtenamt«: Dieses wird in der Morgenfrühe gefeiert
  • »Menschenamt«: Dieses wird am Tag zelebriert

Geburt ChristiDas Brauchtum hängt mit den römischen Gewohnheiten zusammen. Ursprünglich war nur die Eucharistiefeier am Tag selber bekannt, welche der Papst um neun Uhr in St. Peter abhielt. Jedoch kam im 5. Jahrhundert dann eine Messe um Mitternacht in der Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore dazu, was vermutlich auf eine alte Jerusalemer Tradition zurückgeht.

In der Geburtskirche zu Betlehem versammelte man sich nämlich in der Nacht auf den 6. Januar zu einer Eucharistiefeier und ging im Anschluss an den Gottesdienst in feierlicher Prozession nach Jerusalem zurück. In einer unterirdischen Kapelle von Santa Maria Maggiore bewahrte man eine Nachbildung der Krippe bzw. Krippenreliquien auf, was vermutlich der Anlass war, diesen alten Brauch auch in Rom einzuführen.

Ab dem 6. Jahrhundert war es dann üblich, dass der Papst auf dem Weg von Santa Maria Maggiore nach St. Peter noch in der Kirche der hl. Anastasia einkehrte und dort eine weitere Messe feierte. Der Grund hierfür war vermutlich ein Akt der Freundlichkeit dem byzantinischen Statthalter in Rom gegenüber. In den Ostkirchen wurde die heilige Anastasia, deren Gedenktag auch am 25. Dezember ist, stark verehrt.

Bedeutung der drei weihnachtlichen Messen

In der mittelalterlichen Mystik wurde der Brauch, an Weihnachten drei Messen zu feiern, auf die »dreifache Geburt Jesu« (Geburt des Sohnes aus dem Vater, Geburt des Gottesohnes aus der Jungfrau Maria sowie die Geburt Gottes durch den hl. Geist in jeder einzelnen Seele) bezogen.

Quelle:

  • Bieritz, Karl-Heinrich: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart; Berlin 1986, 169f.