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Die Bedeutung der Sternsinger

Herkunft und Traditionen

Erfahren Sie hier mehr darüber, was es mit dem Brauch der Sternsinger und den Buchstaben C+M+B auf sicht hat!

Die Herkunft der Sternsinger

SternsingerDer Brauch der Sternsinger hat seinen Ursprung in der Erwähnung der Sterndeuter in der Bibel (Mt 2,1). Schon im 6. Jahrhundert wurden aufgrund der drei Weihegaben Gold, Weihrauch und Myrrhe (Mt 2,11) sowie des Bezuges auf Psalm 72 drei Personen vermutet. Aus diesen wurden im 8. Jahrhundert Könige mit den Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Erstmals lässt sich der Brauch des Sternsingens im 16. Jahrhundert urkundlich nachweisen.

Besonders in den Niederlanden und Belgien, aber auch in Deutschland bürgerte sich die Tradition ein, welche bis heute erhalten ist. Dabei zogen ursprünglich verkleidete Männer oder Knaben (heutzutage beschränkt sich die Tradition auf Kinder) als drei Könige oder auch als Gefolgsleute eines vorausgetragenen großen Sterns von Haus zu Haus. Dazu trugen sie weiße Hemden, waren als Könige verkleidet oder hatten ortsabhängig bestimmte Kostüme an. Das Sternsingen an sich geht auf die frühere Tradition des Krippenspiels zurück.

An jeder Türe erzählten die Sternsinger von der Geburt Christi, der Anbetung in Bethlehem und von Herodes und seinem Ende. Im Anschluss baten sie um Gaben wie Kuchen, Nüsse oder Geld. Dieser zuerst sehr ernsthaft ausgeübte Brauch drohte zwischenzeitlich ins Komische umzuschlagen und im 18. Jahrhundert wurden oft Schelmenlieder in Psalmenform vorgetragen.

So geriet der Brauch des Sternsingens gegen Ende des 19. Jahrhunderts fast in Vergessenheit und erlebte erst in den letzten Jahrzehnten wieder eine Renaissance. Es ist in Mitteleuropa speziell zu einem katholischen Brauch geworden. In den Niederlanden hat sich aus dem ursprünglichen Sternsingen ein Kinderfest entwickelt, an dem die Kleinen mit Lampions durch die Straßen ziehen.

Brauchtum

Die Sternsinger schreiben die drei Buchstaben C+M+B zusammen mit der Jahreszahl (z.B.: 20 C+M+B 16) an den oberen Haustürrahmen der Häuser, wo ihnen aufgemacht wurde. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Deutungen dieser drei Buchstaben. Einerseits werden sie mit »Christus Mansionem Benedicat« (Christus segne dieses Haus) und andererseits mit »Caspar, Melchior und Balthasar« (die Namen der heiligen drei Könige) übersetzt. Durch diese Formel soll nach alter Tradition zufolge das Unheil für das kommende Jahr abgewehrt werden.

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Quellen: