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Das Christkönigsfest

Herkunft & Bedeutung

Alljährlich wird in der katholischen Kirche der letzte Sonntag im Kirchenjahr das Hochfest Christkönig (auch Christkönigssonntag oder Christkönigsfest genannt) in Erinnerung an die Macht und die Herrlichkeit Jesu Christi gefeiert.

Bedeutung von Christkönig

Christkönigssonntag - Christkönigsfest - Christus Pantokrator und das Jüngste Gericht, Mosaik im Baptisterium San Giovanni von FlorenzBeim Christkönigsfest (offiziell: Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs des Weltalls) steht der Gedanke von der Königsherrschaft Christi im Mittelpunkt, allerdings ohne dabei in eine exaltierte Beanspruchung weltlicher Macht zu betonen. Das Fest hat einen eschatologischen (endzeitlichen) Charakter, denn es verweist zugleich auf die Wiederkunft Christi als Weltenrichter am Tag des Jüngsten Gerichts.

Der Christkönigssonntag bildet in der aktuellen katholischen Liturgie (ebenfalls in der anglikanischen Kirche sowie in einigen englischsprachigen lutherischen Kirchen) heute den Abschluß des Kirchenjahres. Mit der ersten Vesper des ersten Adventssonntags beginnt dann übrigens das neue Kirchenjahr.

Ursprung und Entwicklung des Christkönigsfest

Im Jahr 1925 führte Papst Pius XI. aus Anlaß der 1600-Jahr-Feier des Konzils von Nizäa (325 n. Chr.) das Christkönigsfest offiziell ein. Es wurde ursrpünglich am letzten Sonntag im Oktober (unmittelbar vor Allerheiligen) gefeiert. Im Zuge der Kalenderneuordnung durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde es jedoch auf den letzten Sonntag im Jahreskreis gelegt und beschließt seither das Kirchenjahr.

Ebenfalls wird der Christkönigssonntag auch in der anglikanischen Kirche und in einigen englischsprachigen lutherischen Kirchen (die lutherische Kirche in Deutschland feiert den letzten Sonntag als Ewigkeitssonntag) begangen. In der orthodoxen Kirche wird am vorletzten Sonntag vor der großen Fastenzeit ein so genannter „Sonntag des Gerichts“ begangen.

Quellen:

  • Bieritz, Karl-Heinrich: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart; Berlin 1986, 160f.
  • www.heiligenlexikon.de