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Die Firmung

Bedeutung, Herkunft und Ablauf

Eines der sieben Sakramente in der katholischen Kirche ist die Firmung (vom lat. »confirmatio«‚ was mit Bestätigung, Bekräftigung übersetzt werden kann). Es wird auch das »Sakrament des Heiligen Geistes« genannt.

Was ist das Sakrament der Firmung?

Das Sakrament der Firmung: Giuseppe Maria Crespi: Firmung (1712), WGA Die Firmung soll die Christen bestärken und befähigen, ihren Glauben als Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten sowie gegebenenfalls auch zu verteidigen. Neben der Taufe und der Eucharistie (Erstkommunion) stellt die Firmung eines der drei Einführungssakramente (Initiationssakramente) in der katholischen Kirche dar. Die Firmung ist zudem die Bestätigung des Glaubensbekenntnisses, das die Eltern und Paten des Firmlings bei der Taufe geleistet haben. Aus diesem Grund bildet die Firmung auch die Vollendung der Taufe.
In den Ostkirchen wird das Sakrament der Firmung unmittelbar nach der Taufe und vor dem Empfang der ersten Kommunion gespendet, was bei der Erwachsenentaufe in der katholischen Kirche ebenfalls üblich ist. Diejenigen Gläubigen, welche als Kinder die Taufe empfangen haben, werden nach dem »Erreichen des Vernunftgebrauchs« in einer gesonderten Feier gefirmt, die mit der Erstkommunion verbunden sein kann oder dieser erst nach einiger Zeit folgt.
Im Sakrament der Firmung wird der Heilige Geist durch Handauflegung und Salbung auf den Firmling übertragen. Die Spendung der Firmung nimmt im Normalfall der Weihbischof / Bischof vor, was auch eine sichtbare Verbindung des Gläubigen zum Bistum und zur Weltkirche darstellt.

Woher kommt die Firmung?

In der Urkirche waren Taufe und Firmung ein einziges Sakrament. Erst seit dem 2./3. Jahrhundert (siehe Tertullian, Hippolyt von Rom) begann man allmählich, die Taufe in zwei verschiedene Ritualschritte aufzuteilen, woraus dann im Laufe der Zeit die Firmung hervorging. Besonders durch zwei große Theologen des Mittelalters, Hugo von St. Victor sowie Thomas von Aquin, wurde die Firmung letztlich zu einem eigenständigen Sakrament weiterentwickelt, was durch das Lehramt der Kirche im Jahre 1439 (Konzil von Florenz) nochmals offiziell bestätigt wurde.

Was sind die Voraussetzungen zur Firmung?

Voraussetzungen, welche den Gläubigen zur Firmung zulassen, sind folgende:

  • Der Empfang des Sakramentes der Taufe muss vorausgegangen sein.
  • Es muss eine innerliche und äußerliche Bereitschaft zur Firmung erkennbar sein (Teilnahme an der Firmvorbereitung, Mitfeiern der Eucharistie und der Wunsch, gefirmt zu werden).
  • Das entsprechende Alter muss erreicht sein, bei dem die Tragweite der Firmung bewusst ist.

Normalerweise ist es üblich, dass sich der Firmling einen Firmpaten sucht, dessen Aufgabe es ist, den Firmling bei seiner christlichen Lebensführung zu begleiten und zu unterstützen. Die Voraussetzungen, um Firmpate zu werden, sind die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und selbst gefirmt zu sein.
In einigen Gegenden ist es auch Brauch, dass sich der Firmling den Namen eines Heiligen aussucht, den er dann als Firmnamen annimmt. Traditionell hat der Firmling den Firmtag allein mit seinem Paten gefeiert. Erst in den letzten Jahren finden im Rahmen der Firmung große Familienfeiern statt.

Wie läuft die Firmung ab?

Der Weihbischof, Bischof oder Abt spendet die Firmung, weil er als Träger des Apostelamtes der ordentliche Spender des Sakramentes ist. Allerdings kann mit einer entsprechenden Vollmacht auch ein normaler Priester die Firmung erteilen.
Beim Ritus der Firmung selbst legt nun der Bischof die Hand auf den Kopf des Firmlings und macht mit dem geweihten Öl ein Kreuz auf dessen Stirn (Chrisamsalbung). Dazu spricht er die Worte: »Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.« Daraufhin antwortet der Firmling seinerseits mit »Amen«. Der Firmpate legt zum Zeichen seiner Unterstützung bei der Firmung seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings. Früher war es zudem üblich, dass der Firmling vom Bischof noch einen angedeuteten Backenstreich als Symbol der Stärkung bekam.

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Quellen: