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Der Ablauf der Taufe

Taufe in den verschiedenen Kirchen

Wie sieht der Ablauf der Taufe in den verschiedenen christlichen Kirchen aus? Hier finden Sie einen Überblick:

1. Ablauf der Taufe in der katholischen Kirche:

Grundsätzlich gibt es in der katholischen Kirche zwei unterschiedliche liturgische Ordnungen:

  • die Aufnahme Erwachsener in die Kirche (mit einer besonderen Form für Kinder im Schulalter) sowie
  • die »Feier der Kindertaufe« (für Kleinkinder).

Taufe im Urchristentum - Taufe im frühen Christentum, Wikimedia Dabei kann die Taufe einerseits innerhalb und andererseits außerhalb der Heiligen Messe gespendet werden. Vor allem die Osternacht gilt traditionell als Platz für die Feier der Taufe.

Sofern die Taufe außerhalb der Heiligen Messe gespendet wird, findet sie dennoch als eine liturgische Feier statt: Zuerst wird der Täufling mit dem Kreuz bezeichnet, im Anschluss daran werden Lesungen vorgetragen, wie etwa das Evangelium von der Taufe des Herrn. Anschließend werden die Heiligen mittels der Allerheiligenlitanei um ihre Fürbitte angerufen. Danach erfolgt der Taufexorzismus sowie die Salbung mit Katechumenenöl. Das Taufwasser wird vor der Taufe durch das Weihegebet (»Lob und Anrufung Gottes über dem Wasser«) gesegnet. Dem Credo (Bekenntnis des christlichen Glaubens) geht die sogenannte »Abrenuntiatio diaboli«, eine Absage an den Teufel und das Böse, voran.

Mit dem Sakrament der Taufe ist auch noch das im Anschluss stattfindende Ritual der Chrisam-Salbung verbunden. Dabei handelt es sich um eine Vorausdeutung der Firmung. Bei Erwachsenentaufen entfällt die Salbung mit Chrisam, sofern direkt nach der Taufe das Sakrament der Firmung gespendet wird.

Nach der Chrisam-Salbung / Taufe wird dem Täufling bzw. den Eltern ein weißes Taufkleid sowie die Taufkerze überreicht. Danach wird der sogenannte Effata-Ritus vollzogen und für den Täufling gebetet. Der Ruf Effata bedeutet: »Tue dich auf«. Hierbei berührt der Priester den Mund (für den Lobpreis) und die Ohren (um das Wort Gottes zu hören) des Getauften.

2. Ablauf der Taufe in der evangelischen Kirche:

Die Taufe in der evangelische Kirche findet normalerweise im sonntäglichen Gemeindegottesdienst statt und dort zumeist vor oder nach der Predigt. Das Ritual wird zunächst mit einem Tauflied begonnen. Anschließend erfolgt dann die Frage an den Täufling: »Willst du getauft werden?«, die bejaht werden muss. Zum Schluss wird das Apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen.

Je nach regionalem Brauch erhält der Getaufte nun eine Taufkerze und den Taufspruch. In vielen Freikirchen wurde auch das Ritual des Untertauchens sowie des Taufkleides wieder eingeführt, um so den Urchristen ähnlich zu werden.

3. Ablauf der Taufe in der orthodoxen / altorientalischen / koptischen Kirche:

In den Ostkirchen sind Taufe, Firmung und Ersteucharistie (Erstkommunion) miteinander zu einer einheitlichen Feier der Eingliederung in Christus und die Kirche verbunden. So wird der Täufling beim Vollzug der Taufe vollständig untergetaucht (Immersionstaufe), um das »Sterben und Auferstehen in Christus« zu symbolisieren. Direkt im Anschluss an die Taufe erfolgt die Myronsalbung (= Firmung) sowie die Kommunion (in der orthodoxen Kirche immer als Kelchkommunion), die auch Kleinkinder empfangen.

Mehr Informationen zur Taufe finden Sie auch in unserer großen Checkliste
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Gute Anregungen für Taufgeschenke bietet übrigens der folgende Beitrag: Geschenkideen zur Taufe. Weitere geeignete Geschenke zur Taufe gibt es im Vivat!-Onlineshop.

Quellen: