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Wichtige Elemente des Taufsakraments

Wissenswertes über die verschiedenen Tauf-Rituale

Sie finden hier eine Übersicht der Elemente der Taufe. Zur Taufe als dem ersten und wichtigsten Sakrament im Christentum, welches seit Beginn durch die heilige Schrift bezeugt wird, haben sich im Laufe der Jahrhunderte in den einzelnen Konfessionen verschiedene Rituale entwickelt, die im Kern bei allen ähnlich sind:

Wasser

Donatello: Taufbecken (um 1417), WGA

Als das entscheidende Element im Ritus der Taufe muss sicherlich das Wasser angeführt werden. Bereits im frühen Christentum wurde ein Ritual des Untertauchens praktiziert (wurde vermutlich von der Johannes-Taufe übernommen), welches das Begrabenwerden und Auferstehen mit Jesus Christus symbolisieren soll. Diese Form der Taufe wird auch heute noch zum Beispiel in den Ostkirchen, bei den Baptisten und etlichen anderen Freikirchen gepflegt.

In der Westkirche hingegen wurde dieses ursprüngliche Ritual auf ein Übergießen oder Besprengen des Täuflings mit Wasser reduziert. Das Taufwasser wird in der Osternacht geweiht. Damit verbunden ist die alljährliche Erneuerung des Taufversprechens bzw. die Taufe der Katechumenen.

Das weiße Taufkleid

Ein weiteres Element, das sich im Laufe der Zeit entwickelt hat, ist das weiße Taufkleid. Auch dieses entstand bereits in den Anfängen des Christentums, genauer gesagt unter dem Einfluss der Mysterienkulte im römischen Reich. Hierzu gehörte auch die vor der Taufe geübte Arkandisziplin, die es den Katechumenen (den Taufanwärtern) verbot, die Eucharistiefeier mitzuerleben. Das Taufkleid symbolisiert seither die unschuldige Reinheit des in der Taufe von allen Sünden Befreiten. In vielen Kirchen wird die Tradition des Taufkleides bis heute praktiziert.

Die Taufkerze

Taufkerze

Ebenfalls ist die Taufkerze ein wichtiger Bestandteil der Taufe. Diese wird an der Osterkerze entzündet. Die Taufkerze symbolisiert dabei Christus als das Licht der Welt und verweist gleichzeitig auf das Gleichnis der klugen Jungfrauen, die dem Herrn mit einer Lampe entgegengehen.

Der Taufspruch

In einigen Kirchen ist auch ein so genannter Taufspruch üblich. Dieser wird entweder durch den Täufling selbst oder die Eltern herausgesucht und beinhaltet zumeist einen geeigneten Bibelvers. Auf diese Weise wird dem Täufling ein begleitendes Wort auf dem Weg des Christseins mitgegeben.

Die Taufpaten

Seit alters her ist es üblich, dem Täufling einen Taufpaten beizustellen, der die Aufgabe hat, diesen auf seinem neu beschrittenen Weg zu begleiten und ihn im christlichen Glauben zu unterweisen.

Dies setzt für einen Taufpaten voraus, dass dieser selbst ein überzeugter und engagierter Christ ist, was die meisten Kirchen auch entsprechend in Ihrem Reglement festgehalten haben. So setzt die katholische Kirche bei Taufpaten die Sakramente Taufe und Firmung sowie das Mindestalter von 16 Jahren voraus, wohingegen die evangelische Kirche Taufe und Konfirmation fordert.

Chrisam-Öl

In der katholischen sowie einigen anderen Kirchen ist es ferner Tradition, den Täufling mit Chrisam zu salben. Dies soll auf den Christus-Namen sowie auf die Salbung der Könige, Priester und Propheten im Alten Testament verweisen. Zudem ist damit der Glaube an eine besondere Stärkung des Getauften mit der Kraft des Heiligen Geistes verbunden. Bei Erwachsenentaufen entfällt dieser Ritus, sofern während derselben Feier das Sakrament der Firmung gespendet wird.

Mehr Informationen zur Taufe finden Sie auch in unserer großen Checkliste
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Gute Anregungen für Taufgeschenke bietet übrigens der folgende Beitrag: Präsente zur Taufe.

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Quellen: