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Herkunft und Brauchtum zur Verlobung

Wo liegt eigentlich der Ursprung der Verlobung und welche Bräuche gibt es?

Ursprung

Ihre Herkunft hat die Verlobung dem so genannten »Brautkauf« zu verdanken. Denn früher war es üblich, dass der Mann auf Brautschau ging, um sich eine Frau zu suchen. Sofern er fündig wurde, verhandelte er mit dem Vater der erwählten Braut die Mitgift. Dabei hatte seine Zukünftige so gut wie überhaupt kein Mitsprachrecht, da sie »gekauft« wurde (in etlichen nichtchristlichen Ländern gibt es auch heute noch eine solche Tradition).

Brauchtum zur Verlobung

Verlobung - AntragRund um die Verlobung haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Bräuche entwickelt:

  • Der typischste Brauch zur Verlobung ist sicherlich der des Verlobungsringes, welcher bis zur Hochzeit getragen wird und dann oftmals auch als Hochzeitsring (Vornamen und Datum der Hochzeit werden zusätzlich eingraviert) weitere Verwendung findet. Hierzu gibt es zwei Varianten:
    1. So erhält die Frau zur Verlobungsfeier von ihrem Freund einen Ring. Dieser Ring wird dann als Pfand für die versprochene Hochzeit von der Frau am Ringfinger der linken Hand getragen.
    2. Die zweite Variante sieht zwei Verlobungsringe vor, welche sich die Partner bei der Verlobung gegenseitig an die Hand stecken. Dabei werden diese Ringe ebenfalls als Versprechen zur Ehe am Ringfinger der linken Hand getragen.
  • Die Zeremonie vom Anstecken des Verlobungsringes kann in einem feierlichen Rahmen abgehalten werden. Traditionell ist es üblich, die Verlobungsfeier im engen Kreis (nahe Verwandtschaft) als abendlichen Empfang oder mit einem nachmittäglichen Kaffeetrinken zu begehen. Auf dem Land ist es zudem vielerorts üblich, die Verlobung in der lokalen Presse durch eine Anzeige bekanntzumachen.
  • Vielfach ist es auch üblich, die Verlobung durch einen persönlichen Brief mit dem Foto des Paares bei Freunden und Verwandten bekanntzugeben.
  • Ein alter und eher vergessener Brauch ist das Baumschlagen. Dazu fällt der Mann eine kleine Tanne und stellt sie unter das Fenster der Angebeteten. Sofern diese weiß, wer das Bäumchen dort platziert hat und mit diesem Antrag einverstanden ist, kann die Verlobung stattfinden. Damit die Ehe unter einem guten Stern steht, sollte die Hochzeit stattgefunden haben, bevor das Bäumchen alle seine Nadeln verloren hat.
  • In einigen Ländern ist es eine schöne Tradition, dass die Verlobungsringe am Tag der Hochzeit in einen Blumentopf gesteckt. Anschließend werden sie mit Erde überdeckt und an die Sonne gestellt. Daraufhin wird in den Blumentopf ein Regenwurm und die Samen der Dotterblume hinzugegeben. Sofern die Pflanzen gut gepflegt werden, wachsen sie schnell und transportieren die Ringe beim Durchbrechen der Topferde bis zur Blüte nach oben. Dieser Brauch soll das Paar erinnern, dass nicht nur die Pflanze, sondern auch die Beziehung nur mit besonders guter Pflege wächst und gedeiht. Zudem gilt der Brauch als Symbol dafür, dass die Verlobung zur Hochzeit ihren Höhepunkt erreicht hat.
  • Zum Brauchtum in Zentralamerika gehört es, dass bei einer offiziellen Verlobungsfeier im Haus der zukünftigen Braut der Vater des Verlobten beim Brautvater um die Hand derselben anhalten muss, um sie dann seinem Sohn übergeben zu können. Wenn der Vater der Braut einwilligt, so darf der Braut der Ring angesteckt werden.
  • In Holland ist es alte Sitte, dass der werbende Mann mit einem Korb und einem darin befindlichen Geschenk zu seiner Angebeteten geht. Sofern diese ihn samt Korb und Geschenk wieder heimschickt, findet keine Verlobung statt, woher auch das Sprichwort »sich einen Korb holen« stammt.

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Quellen: