Ein Unternehmen der Kirche.

Verbunden trotz Abstand - So können Sie während der Coronakrise miteinander den Glauben leben

Gottesdienste, Nachbarschaftshilfe und vieles mehr

Seit Wochen sind aufgrund des neuartigen Coronavirus alle öffentliche Gottesdienste abgesagt, Gemeindeveranstaltungen sind wegen des Kontaktverbots nicht möglich, ein normales Gemeindeleben gibt es in dieser Ausnahmesituation nicht mehr.

Doch trotz aller Beschränkungen des öffentlichen Lebens ist es möglich, aktiv den eigenen Glauben zu leben, Gottesdienste zu feiern und miteinander verbunden zu bleiben. Denn in den letzten Wochen und Tagen wurden viele kreative Alternativen für zu Hause entwickelt, die Mut machen und Gemeinschaft erlebbar machen.

Auf so vieles, was unser soziales, kulturelles und gesellschaftliches Leben ausmacht, muss in der Corona-Krise verzichtet werden. Durch COVID-19 (SARS-CoV-2) kommt das öffentliche Leben zum Stillstand, Ausgangssperren und Kontaktverbote machen es schwer, den gewohnten Alltag aufrecht zu erhalten.

Frau mit MundschutzWenn Veranstaltungen, Konzerte und Gottesdienste abgesagt werden, ein Mindestabstand zu anderen Menschen eingehalten werden muss, im Supermarkt gehamstert wird und uns jeden Tag neue beunruhigende Nachrichten erreichen, dann ist es besonders wichtig, den Mut nicht zu verlieren und aus der aktuellen Situation das Beste zu machen!

Not macht erfinderisch – das haben die letzten Tage deutlich gezeigt. Die katholische und evangelische Kirchen in Deutschland, soziale Einrichtungen, Vereine, Städte und Gemeinden, Einzelhändler und Privatpersonen lassen sich einiges einfallen, um die Menschen durch die Coronakrise zu begleiten. Täglich gibt es im Internet, aber auch vor Ort neue Angebote, die zeigen: Es ist nicht alles abgesagt!

Wir haben für Sie eine Auswahl an Angeboten zusammengestellt, die Mut machen, Verbundenheit schaffen und es ermöglichen, auch von zu Hause ohne Ansteckungsgefahr den Glauben in der Gemeinschaft zu leben.

Die Liste wird fortlaufend ergänzt, sodass Sie hier immer neue Angebote finden werden.

  • Tipps für die Quarantäne - Das Überlebensbuch von Anselm Grün

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  • Mutmacher für jeden Tag - Inspirierende Hoffnungstexte, Ratgeber und Gebete

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    Gottesdienste im Livestream, im Fernsehen und im Radio

    Auch wenn der Kirchenbesuch wegen der Corona-Pandemie zur Zeit nicht möglich ist, muss auf den Gottesdienst nicht verzichtet werden. Hier finden Sie einen Überblick der verschiedenen Angebote online, im Fernsehen und im Radio.

    Livestream

    • Auf der Internetseite katholisch.de gibt es eine ausführliche Auflistung aller Gottesdienste aus den verschiedenen (Erz-)Bistümern, die im Livestream verfügbar sind. 
    • Die konfessionsübergreifende Plattform »Live-Gottesdienste« bei Bibel-TV bietet eine große Auswahl an Livestreams und Aufzeichnungen aus der Mediathek. Mit Filtermöglichkeit nach Konfession oder Altersgruppe (z. B. Kinder und Jugendliche)

    Fernsehkamera in Kirche

    Fernsehen

    Radio

    • Auf der Webseite der ARD sind alle Radioandachten und Hörfunkgottesdienste der öffentlich-rechtlichen Radiosender aufgelistet.
    • Der Sender Domradio überträgt die Messen aus dem Kölner Dom. Zu hören im Internet unter domradio.de, über die kostenlose App »Radioplayer«, DAB+ und UKW.

    Kirche im Internet und in den sozialen Medien

    Computerbildschirm mit Bibel und KreuzAuch während der Zeit der Ausgangsbeschränkung und Quarantäne kann über die sozialen Medien der Kontakt zu Geistlichen, SeelsorgerInnen und anderen Gläubigen gehalten werden. Hier eine Übersicht zu Aktionen auf Twitter, Instagram, Facebook und Co.: 

    • Click To Pray ist die offizielle Gebets-App von Papst Franziskus. Es gibt ein monatliches Gebetsanliegen des Papstes für die Herausforderungen der Menschheit und Vorschläge zur eigenen Erforschung, Glaubensunterweisung und wie das Anliegen praktisch umgesetzt werden kann.

      Außerdem kann jeder Nutzer eigene Gebete formulieren und posten, die von der weltweiten Community mitgetragen werden. Zudem gibt es täglich drei kurze Impulse für das persönliche Gebet.

    • Ein fürbittendes Gebet für an Covid-19-Erkrankte, Ärzte und Ärztinnen, Pflegekräfte und andere von der Corona-Krise Betroffene gibt es auf der Internetseite des Deutschen Liturgischen Instituts.
    • Unter #ansprechbar bieten in allen sozialen Netzwerken PfarrerIinnen, SeelsorgerInnen, Theologiestudierende und andere Gläubige ihre Hilfe an, z. B. um über Ängste und Sorgen zu sprechen. Es werden auch gemeinsame Online-Andachten gefeiert oder Gebetsanliegen und Fürbitten gepostet.
    • Jeden Morgen und Abend gibt es auf Twitter eine interaktive Andacht, die mitgefeiert und mitgestaltet werden kann. Um 7.30 Uhr wird unter #twaudes (Twitter + Laudes) ein ökumenisches Morgengebet gesprochen.
    • Das gemeinsame Abendgebet ist unter #twomplet (Twitter + Komplet) zu finden. Jeder kann die Gebete mitlesen, angemeldete User können auch eigene Texte posten.
    • Bis zum Ende der Coronakrise wird auf der Internetseite coronagebet.de rund um die Uhr für ein schnelles und glimpfliches Ende der Pandemie und für Kranke und Sterbende, die vielen Helfenden und die Menschen, die in wirtschaftliche Not geraten sind, gebetet.

      Mindestens eine Person ist rund um die Uhr in dem virtuellen Gebetsraum anwesend und postet wenigstens eine halbe Stunde seine oder ihre Gebetsanliegen. Wer teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail in den Gebetsplan eintragen lassen.

      In einer Facebook-Gruppe kann man sich zudem mit anderen über die Gebete austauschen.

    • Der BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) bietet auf seiner Internetseite eine Liste von Angeboten aus den verschiedenen Bistümern. Von Solidaritätsaktionen über Ideen für die Zeit zu Hause bis zu digitalen Angeboten der einzelnen Jugendverbände.
    • Eine Sammlung von Anleitungen und Materialien zur Gestaltung von Hausgottesdiensten während der Corona-Krise bietet das Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland, katholisch.de.

    Kirche zum Hören - Podcasts über Glaube und Religion

    Bie den verschiedenen Streaming-Diensten und online gibt es ein breites Angebot von Podcasts zu Glaube, Religion und Spiritualität. Jugendliche, junge Erwachsene und auch ältere Hörer finden hier unterhaltsame, interessante und informative Hörstücke zu verschiedenen Glaubensthemen.

    • OMG - THEO TALK aus Berlin: Pastoralreferentin Esther und ihr Kollege Helmut plaudern hier über Gott und die Welt. In jeder Folge setzen sie das Tagesevangelium in Bezug zu aktuellen Themen.

    Ältere Frau mit Kopfhörern

    • mehralseinwort: In diesem Podcast wechseln sich aktuelle Themen und mit klassischen Fragestellungen über Glaube und Religion ab. Alle zwei Wochen gibt es eine neue Folge.
    • Schall und Weihrauch: Dies ist ein Projekt speziell für MinistrantInnen und Engagierte in der Jugend- und Messdienerarbeit. Jeden zweiten Sonntag im Monat veröffentlicht das ehrenamtliche Team einen neuen Podcast zu Themen wie Liturgie, Kirchenjahr und den Dienst als MessdienerIn.
    • Salz & Segen: Ein Podcast rund um das christliche Leben. Hier berichten verschiedene Gäste über ihr Leben mit Gott - von Berufung über christliches Familienleben bis zu Alltagsfragen.
    • DURCH-ATMEN: Seelsorgerinnen und Seelsorger des Erzbistums Köln laden in diesem Podcast ein zu Impulsen und Musik, die in Stille und Gebet führen, und sprechen über Gott und die Welt, über Corona und andere Sorgen.

    Kirchenmusik online erleben

    Liederbuch in KircheViele Kirchenmusiker, Posaunen- und Kirchenchöre sowie private Musiker wollen mit ihrer Musik in der Zeit des »Social Distancing« ein Zeichen der Verbundenheit und der Hoffnung setzen. Auf verschiedene Weisen singen und musizieren sie gegen die Angst und Unsicherheit dieser Tage. Im Internet finden sich die unterschiedlichsten Angebote. Wir haben eine Auswahl für Sie zusammengestellt.

    • Der Organist der Stuttgarter Stiftskirche, Kensuke Ohira, stellt unter dem Motto »Orgelmusik für die Seele« täglich ein Video mit geistlicher Orgelmusik online.
    • Das Erzbistum Paderborn hat auf seiner Internetseite eine Auswahl an Audios und Videos mit geistlichen Impulsen, Andachten und geistlicher Musik zusammengestellt, die zu einem Moment der Einkehr und Besinnung einladen.

    Aktionen zum Mitmachen und Mutmachen

    • Die »Stiftung Lesen« bietet auf ihrer Internetseite verschiedene Angebote zum Thema »(Vor-)Lesen, Spiele und Lernen in Zeiten von Corona«. Von digitalen Vorlesegeschichten über Bastel- und Aktionsideen bis zu einer Lese-Challenge finden Kinder und Eltern viele Ideen, wie sich die Zeit zu Hause gestalten lässt.
    • Kinder mit Regenbogen am FensterOb auf Papier oder mit Fingerfarben am Fenster, mit Malkreide auf der Straße oder gebastelt - Regenbögen sind mittlerweile überall zu sehen. Die Aktion »Regenbogen gegen Corona« soll gegenseitig Mut zum Durchhalten machen und ein Zeichen der Hoffnung setzen, außerdem vertreibt sie die Langeweile. Bei einem Spaziergang lassen sich sicher einige Regenbögen an den Häusern entdecken.

    Seelsorgerische Unterstützung im Internet

    Die aktuelle Situation ist eine große seelische Belastung und es kann gut tun, mit jemandem über seine Sorgen und Ängste zu sprechen. Wer Gesprächsbedarf hat, findet bei den verschiedenen Angeboten der christlichen Kirchen und verschiedenen Vereinen seelsorgerische Hilfe, Rat bei großen und kleinen Problemen oder einfach nur einen Gesprächspartner, der zuhört.

    Trost spendende Gliederpuppe

    • www.telefonseelsorge.de: Per Mail, Chat oder Telefon (kostenfrei) stehen umfassend ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ratsuchenden zur Seite. Telefonnummern: 0800/111 0 222, 116 123
    • Unter www.internetseelsorge.de kann man per Mail mit Seelsorgerinnen und Seelsorger aus verschiedenen deutschen Bistümern in Kontakt treten.
    • Kinder und Jugendliche finden anonym und kostenlos beim Kinder- und Jugendtelefon der »Nummer gegen Kummer« Rat und Hilfe, Telefonnummer 116 111. Es wird auch eine Online-Beratung per Mail oder Chat angeboten.
    • Das Elterntelefon der »Nummer gegen Kummer« unterstützt Eltern, die durch Schul- und Kitaschließungen einer besonderen Belastung ausgesetzt sind, und in dieser Ausnahmesituation Rat suchen, Telefonnummer 0800/111 0 550.

    Nachbarschaftshilfe in der Coronakrise

    EinkaufstütenUm die Corona-Pandemie und die Zahl der Neuinfektionen einzudämmen, ist das soziale Leben über Wochen auf das absolut Notwendigste beschränkt. Für all diejenigen, die die soziale Isolation besonders stark betrifft, für ältere Menschen oder Personen, die zu Risikogruppen gehören und auf Unterstützung im Alltag angewiesen sind, sind in den letzten Tagen zahlreiche regionale und bundesweite Hilfsangebote entstanden.

    • Die Initiative »Wir gegen Corona« bietet praktische Nachbarschaftshilfe an. Hilfesuchende und Menschen, die ihre Hilfe anbieten, werden hier zusammengebracht.
    • Das ehrenamtliche Projekt »gemeinschaft.online« kooperiert mit dem Nachbarschaftsportal »nebenan.de« und dem Verein Silbernetz. Auch hier werden Hilfesuchende und Menschen, die ihre Unterstützung anbieten, zusammengebracht. Bei Silbernetz e.V. finden Senioren über 60, die sich alleine fühlen, Gesprächspartner, mit denen sie sich austauschen können, Telefonnummer 0800/470 8 090.

    Kunst und Kultur virtuell erleben

    Wo normalerweise Besucher in langen Schlangen anstehen, um dann im Gedränge einen Blick auf große Kunstwerke zu erhaschen, herrscht wegen der Corona-Pandemie gähnende Leere.

    Sixtinische Kapelle InnenansichtDoch viele Museen auf der ganzen Welt bieten aufwendig gestaltete virtuelle Rundgänge durch ihre Ausstellungen oder präsentieren ausgewählte Ausstellungsstücke online. Auch viele Kirchen öffnen virtuell ihre Türen und ermöglichen eine Besichtigungstour bequem am PC, Tablet oder Smartphone und ohne Ansteckungsgefahr von zu Hause aus.

    Aber auch auf Theater, Konzerte und Literatur muss in der Zeit des Shutdown aller kultureller Einrichtungen nicht verzichtet werden.

    Auf den Internetseiten bekannter und kleiner Theater- und Konzerthäuser, auf Online-Plattformen und in Mediatheken gibt es eine Vielzahl von kulturellen Angeboten wie Theateraufführungen in voller Länge, Konzertmitschnitte oder Lesungen.

    Museen

    • Bei katholisch.de werden verschiedene virtuelle Kirchen- und Museumsrundgänge vorgestellt. Von der Sixtinischen Kapelle und den Vatikanischen Museen über den Kölner Dom bis zu einer Besichtigung der Klausur der Möche der Erzabtei Beuron - das Angebot ist vielfältig und eröffnet ganz neue Perspektiven.
    • Unter dem Motto »Die Schönheit vereint uns« veröffentlichen die Vatikanischen Museen und Vatican News Bilder der vatikanischen Meisterwerke, kommentiert mit den Worten der Päpste.
    • Unter den Hashtags #ClosedbutOpen und #MuseumFromHome lassen sich auf YouTube, Instagram und Twitter viele digitalen Museumsangebote finden.
    • Bei Google Arts & Culture können über 2.000 Museen und Archive auf der ganzen Welt virtuell besichtigt werden.

    Konzerte

    • Auf der Online-Plattform »ARTE concert« bietet der Fernsehsender ARTE Aufzeichnungen von Konzerten, Opern und Festivals. Von Klassik und Oper über Rock und Pop bis Jazz und Weltmusik ist hier für jeden Musikgeschmack etwas dabei.
    • Der Geiger Daniel Hope, Künstlerischer Direktor der Dresdner Frauenkirche, lädt jeden Tag KünstlerInnen und FreundInnen in sein Wohnzimmer ein, um mit ihnen ein Wohnzimmerkonzert aufzunehmen. Unter dem Motto »Hope@Home« möchte der Musiker einen eigenen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten.
    • Der Pianist Igor Levit lädt jeden Abend um 19.00 Uhr zu einem Konzert in sein Wohnzimmer ein. Zu Sehen und Hören sind die Klavierkonzerte per Twitter-Videostream.
    • Auch die Elbphilharmonie Hamburg hat sich für die Zeit der kulturellen Stilllegung einiges einfallen lassen: Täglich gibt es ein wechselndes Programm mit Streams, Live-Aktionen, Kinderkonzerten oder Hausführungen.
    • Opernfans finden auf der Plattform »OperaVision« Videos von Opernaufführungen aus aller Welt sowie von Gesprächen mit Künstlern oder Einführungen zu verschiedenen Opern. Außerdem gibt es Videos speziell für Kinder und Jugendliche, die einen Einblick in die Welt der Oper bieten.