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Das Osterlamm - Herkunft, Rezept, Geschenkidee

Herkunft und Bedeutung

Eines der bekanntesten Symbole zum Osterfest ist das des Osterlamms. Schon seit Jahrtausenden gilt das Schaf als Symbol des Lebens, weil es nicht nur Speise (Fleisch) und Trank (Milch, Käse), sondern auch Kleidung (Wolle) gibt. Zudem wurde es in den alten Kulturen als Opfertier verwendet, weil man ihm gute Beziehungen zu den Göttern nachsagte. Besonders auch im Judentum diente es als Opfergabe an Gott (siehe Ex 12,1-13,16) und beim Propheten Jesaja (53,7) wird das Lamm auch zum Symbol für den »leidenden Gottesknecht«. Im frühen Christentum was es üblich, Lammfleisch unter den Altar zu legen, das geweiht und schließlich am Auferstehungstag als erste Speise gegessen wurde.

Lamm Gottes - Agnus Dei Das Symbol vom Osterlamm hat seinen Ursprung bereits im Neuen Testament. Mit dem Lamm ist Jesus selbst als Lamm Gottes (»Agnus Dei«) gemeint, denn bei Johannes 1,29 steht: »Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt«.

Damit wird also der Tod und die Auferstehung Jesu angesprochen, durch die er die Menschen erlöst hat. Aus diesem Grund findet das Symbol des Lammes zur Osterzeit die häufigste Verwendung, weil genau diese Erlösungstat in jenen Tagen besonders gefeiert wird. Aus der Bezeichnung Jesu Christi als das wahre Paschalamm, entwickelte sich vielerorts der Brauch zu Ostern ein Brot in der Form eines Lammes zu backen (Osterbrot), welches in vielen Gemeinden zu älteren Menschen gebracht wird, die nicht mehr zur Kirche gehen können. Ebenfalls ist es auch üblich kleine Präsente in Form des Osterlammes (z. B. Schokoladen-Osterlämmer) zu verschenken oder als Dekorationsartikel aufzustellen.

Rezept zum Backen

Es ist auch ein alter Brauch zu Ostern, ein Osterlamm zu backen. Folgendes Rezept eignet sich dazu besonders gut:

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 1 Eigelb
  • 125 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 125 g Mehl
  • 25 g Speisestärke
  • 75 g Butter
  • Puderzucker

Zubereitung:

gebackenes Osterlamm auf dem Tisch
  1. Sie geben die Eier, das Eigelb, den Zucker und den Vanillezucker in ein Gefäß und schlagen bis alles schaumig ist.
  2. Anschließend vermischen Sie das Mehl mit der Speisestärke und rühren es vorsichtig (siebend) in den Eischaum ein.
  3. Danach erwärmen Sie die Butter, lassen sie wieder abkühlen und mischen sie tröpfelnd unter ständigem Umrühren auf den Teig.
  4. Nun bereiten Sie die Osterlammform vor, indem Sie diese mit Butter ausfetten und mit Mehl und Semmelbröseln bestäuben.
  5. Jetzt die Form mit Teig befüllen und diese dann bei 180 °C ca. 35-40 Minuten backen.
  6. Am Ende bestäuben Sie das gebackene Osterlamm noch mit etwas Puderzucker.

Geschenktipp - Das Osterlamm aus Schokolade

Das echte Schokoladen-OsterlammIm christlichen Brauchtum gehört zu Ostern das Lamm als Symbol für Christus, der den Tod überwunden hat. Ein traditionelles Osterlamm gibt es jetzt mit neuer Schokoladen­rezeptur aus leckerer Vollmilchschokolade. Zu jedem Osterlamm gehört eine gestickte Osterfahne mit Christus-Monogramm aus Baumwollgarn und ein Holzstab. Als kleine Aufmerksamkeit zum Osterfest ist es eine schöne Geschenkidee für Familie, Freunde, Gemeinschaften und Mitarbeiter, bei der die christliche Osterbotschaft der Auferstehung des Heilands im Mittelpunkt steht.

Helfen Sie mit dem allgemeinen Trend einer zunehmenden Entchristlichung des Osterfestes entgegenzuwirken und setzen Sie ein kleines Zeichen, indem Sie Ihren Lieben an Ostern ein Schoko-Osterlamm statt einen Osterhasen schenken.

Außerdem finden Sie im Vivat!-Shop auch einige Dekorationsideen mit dem Motiv des Osterlammes.

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Das Osterlamm - ein Gedicht

O du schöne Osterzeit!
Die Erde trägt ihr Frühlingskleid:
Vögel kehren wieder heim,
Blumen brechen aus dem Keim.
Alles will nun auferstehn,
im neuen Glanz die Sonne sehn.
Die Natur erwacht vom Schlafe,
auf grüner Wiese grasen Schafe.

Das Schaf – das Opfertier der Welt
zu Ostern einen Glanz erhält,
weil dieser schöne Feiertag
der Demut Größe offenbart.
Denn seit der Menschheit alten Tagen
musste das Schaf viel Leid ertragen.
Dem Schafe lastete man an,
was der Mensch nicht tragen kann:
Dummheit und Schuld, die ihn betraf,
- der Sündenbock war stets das Schaf.
Der Mensch spielte das Unschuldslamm
und blökte stolz das Schaf zusamm'.
Er hat die Schafe ausgebeutet
und seine Herrschaft ausgeweitet,
hat goldne Kälber sich gezüchtet
und das Schaf zu Tod gerichtet.

Doch Ostern öffnet es den Mund
und sagt: „O Mensch! Ich bin gesund!
Ich bin erlöst von Deiner Last,
die Du mir aufgeladen hast,
hab deine Schuld aus alten Tagen
auf meinem Rücken ausgetragen.
Jetzt fang mal selber an zu denken,
tu Deinen Blick nach innen lenken!
Hör auf, die Andern zu beschweren
mit Deiner Dummheit Stolz und Mut!
Statt goldne Kälber zu verehren,
erkenn in Dir das höchste Gut!
Denn so wie Du die Welt vernichtest,
so beutest Du Dich selber aus.
Das Lamm, das Du zugrund' gerichtet,
lebt auch in Dir, in Deinem Haus.

Drum trag' in Demut Deine Last,
statt Schuld auf Andere zu schieben!
Was Du durch mich erfahren hast,
das hilft Dir, Dich und Andre lieben.
Ich bin stets bei Dir – gib mich weiter!
In Schoko ist das kein Problem.
Ein Schokolämmchen ist ja heiter
und jedem Menschen angenehm.
Stell' es heimlich an die Türen
lieber Menschen vor dem Fest;
als  Zeichen nur, um so zu spüren,
dass Ostern mehr als Frühling ist.

Und wenn Ihr rätselt her und hin,
was wohl des Lammes tiefrer Sinn,
erkennt Ihr dann vielleicht im Zeichen
eine Liebe ohnegleichen.

von Lucia Tentrop

Quellen: